Betrug leicht gemacht: Neckermann macht’s möglich

Heute eine Rechnung von Neckermann bekommen. Für ’ne Kamera, immerhin 1600 €. Lieferadresse: eine Packstation in Dortmund. Die Ware sei schon abgeholt, so die „Hotline“ von Neckermann. Auch am Samstag besetzt. Ich habe noch nie bei Neckermann gekauft. War auch noch nie in Dortmund. Meine Kamera hatte einst die Hälfte gekostet. Wie dem auch sei: So schafft man Kriminalität. Beute beachtlich, Risiko gering. Der Täter wird nur von Kommissar Zufall oder mit hohem Ermittlungsaufwand gefasst werden können, wenn er etwa die Beute bei ebay abzusetzen versuchen sollte.
Gelegenheit macht Diebe!

14 Gedanken zu „Betrug leicht gemacht: Neckermann macht’s möglich

  1. jürgen

    Dafür muss der Betrüger ja zusätzlich an die Karte+Geheimzahl eines Packstationbenutzers gelangen, damit er das anonym machen kann. Da ist eine normale adresse+paket abfangen doch einfacher.

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  2. Rechtsanwalt Guck

    das ist bedenklich, als interessierter Bürger hatte ich vor einigen Jahren natürlich auch die erste Packstation in meiner Nähe in Augenschein genommen, damals war noch eine Anmeldung erforderlich. Beim ersten Mal lag dann meine Abholkarte mit dem Scannercode für jeden erreichbar oben auf dem Briefkasten (in der Regel wird die wohl eingeworfen) beim Packautomaten hab ich dann einen runden Kreis gemalt anstelle der Unterschrift und bekam mein Paket… hab dann aber auch meine Zustimmung in diese Empfangsart schriftlich widerrufen.

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  3. Veritas

    Echt? Wird bei der Packstation nicht gefilmt und bekommt man seine Zugangskarte nicht nur nach einem PostIdent oder wie das heißt-Verfahren? Also man muss seinen Perso vorzeigen? Mir ist bei diesem Verfahren kein Betrug bekannt. Vielleicht war der Täter auch nur dumm…

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  4. Dennis

    Für den Zugang zu einer Packstation muss man sich bei der Post mit einer richtigen Adresse anmelden. Das Paket mit den Zugangsdaten kriegt man dann auch nur gegen Vorlage eines Ausweises ausgehändigt.

    So schwer sollte der Täter da doch nicht zu ermitteln sein, oder übersehe ich hier etwas?

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  5. flauaus Beitragsautor

    Okay, erwischt: ich war nicht nur noch nie in Dortmund und habe noch nie bei Neckermann gekauft; ich wußte bisher auch nicht von der Existenz von „Packstationen“ und auch nicht, wie das da so abgeht. Da bin ich ja jetzt mal echt beruhigt, daß das so ’ne save‘ Sache ist!

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  6. Jolang

    Schon mal dran gedacht, dass die Zugangs Daten für Packstationen heutzutage „modern“ per Phishing-mail eingesammelt werden?

    Letztens erst zwei Versuche in meinem Mail-Eingang gefunden.

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  7. Florian

    Bin auch betroffen: am Dienstag kam eine Rechnung über eine Bestellung bei neckermann. Bei mir zum Glück „nur“ 250 EUR für eine PS3. Lieferziel: Eine Packstation in Wilhelmshaven.

    Neckermann verhält sich aber sehr gut: Man weiß von dem (groß angelegten) Betrug und stellt die Rechnung zurück. Die Betrugsabteilung kümmert sich drum.

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  8. Pingback: Betrug: Bestellung in meinem Namen an Packstation - Seite 2

  9. Florian

    Achja, ganz vergessen: Die Packstationen sind auch gehackt, meistens per Phising-Mail. Die Leute sind mittlerweile so gut organisiert, dass sie sich ihre eigenen Chip-Karten beschreiben können sobald sie die Zugangsdaten haben.

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  10. Betty

    Hey! Bin nun auch Opfer geworden. Wohne in Berlin und bin Kundin der Packstation, bin auf eine Phishing-Mail reingefallen, sollte mein Packsationsaccount dort sicherer machen und ihn verifizieren. Hab dort meine Daten angegeben. So kamen die Täter an meine Daten. Sie haben dann 4 Laptops bei Neckermann bestellt und sie über die Packstation bekommen. In Hannover! Ich war noch nie in Hannover. Neckermann hat es an die Betrugsabteilung weiter gegebn und die wollen sich bei mir melden. habe jetzt also eine offene Rechnung von mehreren tausend Euro bei Neckermann und es fällt mir unglaublich sachwer die Füße still zu halten under Betrugsabteilung zu vertrauen. Arbeiten die wirklich mit der Polizei zusammen?
    Was merkwürdig ist,die Sicherheitsabtelung der Packstation hat meinen Packstationsaccount von sich aus, ohne meinen Auftrag,gespeert. das verstehe ich nicht. Wahrscheinlich wissen sie um die Phisshing-Mail, die an ihre Kunden geschickt wird und übernehmen Verantwortung und sind an Schadensbegrenzung interessiert. Aber forschen nach Tätern tun die nicht oder doch??? Keine Ahnung. Ist auf jeden Fall ein richtig schlechtes Gefühl.

    Betty aus Berlin

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  11. Christine

    Auch ich bin ein Opfer. Bestellt wurde im Aug. 2011 bei Neckermann ein Laptop + Laptoptasche. Abgeholt wurde in der Packstation Springe (bei Hannover). Ein Iphone (700 €) wurde bestellt, von Neckermann nicht ausgeliefert.
    Des Weiteren wurden beim Online Shop Görtz Schuhe bestellt. Ich habe Anzeige erstattet, jedoch noch nichts gehört.

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  12. Oli

    Habe vor einigen Monaten eine Mahnung nach der Anderen per Post erhalten, obwohl ich nichts bestellt hatte. Es hat sich herausgestellt, dass jemand auf meinen Namen im Internet fleißig auf Rechnung bestellt hat. Die Pakete wurden an die Packstation geschickt, die meiner Adresse am nächsten liegt. Inhaber der Packstation bzw. Goldcard heißt gleich wie ich. Sie haben wohl die Daten per Phishing Mail von dem Herrn geklaut, eine Goldcard nachgemacht und dann im Telefonbuch geschaut wer in ihrer Nähe gleich heißt wie der Besitzer der Goldcard. Haben dann noch eine Email-Adresse eingerichtet, wo mein Name drin vorkommt. Dann konnten sie nach Lust und Laune bestellen. Die Pakete wurden an die Packstation geschickt, die Mail zum abholen haben sie bekommen, hin zur Packstation und mit der nachgemachten Goldcard und der gestohlen PIN geöffnet. Die Rechnung lag dem Packet bei oder wurde per Mail verschickt. So gingen 6 – 8 Wochen ins Land. Dann gingen die Mahnungen per Post an mich raus. Ich bin natürlich gleich zur Polizei und habe Anzeige erstattet. Doch nach der Zeit kann die Polizei niemanden mehr ermitteln. IP-Adressen sind nach der Zeit nicht mehr gespeichert. Wer eine Goldcard nachmachen kann, wird nicht so dumm sein und über seine IP-Adresse bestellen. Ich hatte Glück, mir ist außer den vielen Schreiben und den regelmäßigen Besuchen auf dem Polizeirevier kein Schaden entstanden. Wenn ich den Bericht hier von Betty lese werden die Firmen wohl das Geld von den Goldcard-Inhabern holen. Wobei die Firmen schuld sind. Neukunden, Packstation und Rechnung das geht einfach nicht.

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  13. Carsten

    Heute hatte ich bei Neckermann angerufen weil ich mich nichtmehr einloggen konnte. An der Hotline wurde mir gesagt sie kümmern sich darum. Dann der Schock!
    Ich erfuhr, daß ich ein MacBook bestellt hätte.Ich dachte mich tritt ein Pferd. Ich habe keins bestellt. Und der Versand sollte an eine Berliner Packstation gehen.
    Ich kenne niemanden in Berlin noch kann ich mir ein MacBook leisten. Auf Nachfrage wie das sein kann das jemand mein Kundenkonto belastet wurde mir nur mitgeteilt, daß sich die Betrugsabteilung darum kümmere.
    Bin echt auf 180…. wie kann sowas sein ?

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