Strafanzeige per Handy…

…und zwar vom Auto aus. Kann ich nur warnen davor. Ist heute gang und gäbe. Auch so schön bequem. Eben mal ein bißchen „uffgereeschd“ auf der Autobahn über einen anderen Verkehrsteilnehmer, schon die „110“ angerufen (drunter macht man’s nicht, zumal man eh nicht die Nummer der zustänigen PAST (Polizeiautobahnstation) hat) und das Ganze als Nötigung, Straßenverkehrsgefährdung, Mordversuch usw. eingeordnet.
Früher mußte man sich verdammt lange die Autonummer des Bösen merken, nämlich bis man daheim war, weil was zu schreiben hatte natürlich keiner dabei und wenn doch: extra anhalten um die Nummer aufzuschreiben, naja…
War man dann daheim, hatte man sein Mütchen gekühlt, es war ausreichend Zeit vergangen (es genügen drei Minuten) und die hatte sowas wie Gras drüber wachsen lassen. War besser so.
Heute kommt, völlig überraschend, nach Monaten bis Jahren die Ladung zum Gerichtstermin in einen Ort, den man vorher nicht kannte. Höchstens mal vorbeigefahren war man dran. Man weiß nicht mehr worum’s eigentlich geht. Nicht ‚mal, ob man bei dem Ding Täter oder Opfer war. Zumal so viel passiert ist, seitdem. Auf der Autobahn und überhaupt.
Wie oft kommt es dann vor, daß man es vorzieht, zu so einem Termin garnicht erst hinzufahren. Wenn die mich doch brauchen, sollen die sich nochmal melden. Gibt dann vielleicht ein Ordnungsgeld und man muß doch antanzen und vielleicht erklären, warum man das letzte Mal nicht gekommen ist. Und das kann man nicht und auch nicht sagen, was damals mit dem anderen Verkehrsteilnehmer da so los gewesen ist. Und irgendwie ist das alles einem jetzt unangenehm und peinlich und man denkt, hätte ich doch damals nicht angerufen.
So ist es. Das sollte man sich immer genau und in Ruhe überlegen.

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