Freispruch wegen fehlerhafter Beweiswürdigung aufgehoben

In einer lesenswerten Entscheidung des 1. Strafsenates vom 26.05.09 (1 StR 597/08, gestern veröffentlicht, hat der BGH ein Urteil des Landgerichts Landshut aufgehoben. Dieses hatte einen Angeklagten freigesprochen, dem eine Vergewaltigung und ein versuchter Mord vorgeworfen worden war. Die Indizien reichten auch in der Gesamtschau dem Tatgericht nicht für eine Verurteilung. Bei Verurteilungen, die mit der Revision angegriffen werden, wird vom GBA gerne über die ureigene Aufgabe des Tatrichters, die Beweiswürdigung vorzunehmen, belehrt. Das Revisionsgericht sei nicht berechtigt, in diese Tatrichterkompetenz einzugreifen. Diese Regel scheint nicht in dem gleichen Maße bei Revisionen der StA gegen Freisprüche zu gelten. Jedenfalls häufen sich beim 1. Senat Aufhebungen wegen als fehlerhaft angesehener Beweiswürdigung bei Freisprüchen. 

http://juris.bundesgerichtshof.de:80/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&az=1%20StR%20597/08&nr=48445

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .